Die Bretagne ist eine ideale Region in Frankreich für alle, die raue Natur und spektakuläre Küstenlandschaften mögen. Von der Côte de Granit Rose bis zu den mystischen Wäldern Huelgoats bietet die bretonische Landschaft wirklich für jeden etwas.
Was dich in diesem Guide erwartet:
- Top 10 Orte in der Bretagne zum Entdecken, am Meer sowie im Hinterland
- Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten: Wandern, Hafenstädte-Besichtigung, Vogelbeobachtung und mehr
- Für wen sich welche bretonische Küstenregion eignet
- Praktische Tipps für deinen Bretagne Urlaub & Karte für die Reise-Planung
Transparenz-Hinweis: Ich komme selbst aus der Bretagne (Crozon) und kenne diese Landschaften seit meiner Kindheit. Meine Empfehlungen basieren auf eigener Erfahrung.
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Was macht die bretonische Landschaft so besonders?
Geologie: 300 Millionen Jahre Erdgeschichte
Die Bretagne verdankt ihre spektakuläre Küste einer langen geologischen Geschichte. Granitformationen entstanden vor etwa 300 Millionen Jahren und haben der Erosion standgehalten. Das Ergebnis davon siehst du heute noch mit einer zerklüfteten Küste, schroffen Klippen und versteckten Buchten.
Strände: Farbenspiel und Vielfalt
Eine zerklüftete Küstenlandschaft heißt aber nicht, dass wir in der Bretagne keine Strände haben. Ganz im Gegenteil! Ob in Saint-Malo, am Cap Fréhel bei Pléneuf Val André oder weiter im Süden im Morbihan: Baden geht bei uns praktisch überall.
Die spektakulärsten Küstenabschnitte
Hier ein Überblick der Orte, die mir am besten gefallen:
Côte de Granit Rose (Rosa Granitküste)
Was du sehen musst
Die Côte de Granit Rose erstreckt sich über 10 Kilometer zwischen Perros-Guirec und Trébeurden im Norden der Bretagne (Département Côtes d'Armor). Die rosa Färbung entsteht durch Feldspat, der 40 Prozent des Granits ausmacht und vor etwa 300 Millionen Jahren entstand.
Highlights
- Sentier des Douaniers: Spaziergang auf dem Wanderweg GR34 (Zöllnerpfad)
- Leuchtturm Mean Ruz in Ploumanac'h (eines der schönsten Dörfer der Bretagne)
- Chaos granitique: Bizarre Felsformationen, die an Tiere erinnern
- Picknick am Sonnenuntergang, wenn die Felsen besonders rosa leuchten
Mit 700.000 Besuchern pro Jahr ist dies der zweithäufigst besuchte Naturstandort der Bretagne. Es ist wohl kein Geheimtipp... aber immer wieder schön! Komm früh morgens oder im Winter, um Menschenmassen zu vermeiden.
Für wen?
Wanderer, Fotografen, Reisende mit Kindern (eine Menge zu entdecken in der Umgebung für Familien)
Pointe du Raz: Das Ende der Welt
Was du sehen musst
Die Pointe du Raz ragt 72 Meter über dem Raz de Sein auf. Die starke Strömung macht es zu einer der gefährlichsten Passagen Europas. Es ist immer wieder ein Erlebnis.
Highlights
- Rundweg entlang der Klippen: Spektakuläre Ausblicke
- Leuchttürme La Vieille und Tévennec: Vor der Küste sichtbar
- Besucherzentrum für mehr Infos
- Pointe du Van: 5 km nördlich, Kapelle Saint-They mit traumhaftem Ausblick
Für wen?
Naturliebhaber, die Kraft der Elemente spüren möchten, Wanderer auf dem GR34. Kein Badeort, dafür musst du ein paar Kilometer weiterfahren.
Côte des Abers
Was du sehen musst
"Aber" bedeutet Mündung auf Bretonisch. Der Aber Wrac'h und Aber Benoît im Nordwesten der Bretagne schneiden sich tief ins Land und schaffen eine komplexe Küstenlinie.
Highlights
- Leuchtturm Île Vierge: Mit 82,5 Metern höchster Steinleuchtturm der Welt (365 Stufen)
- Küstenwanderungen: Flache Felsplateaus bei Ebbe
- Sandbänke und Seegraswiesen: Bei Ebbe sichtbar
Diese Region zieht deutlich weniger Touristen an als Ploumanac'h oder Pointe du Raz. Sie ist wirklich perfekt für ruhige Wanderungen am Meer.
Für wen?
Ruhesuchende, Leuchtturm-Fans.
Côte d'Emeraude bei Saint-Malo
Was du sehen musst
Die Côte d'Émeraude erstreckt sich zwischen Saint-Brieuc und Cancale und verdankt ihren Namen dem smaragdgrünen Wasser bei bestimmten Lichtverhältnissen. Dieser Küstenabschnitt des Départements Ille et Vilaine gehört zu den beliebtesten der ganzen Bretagne. Er ist daher weniger wild als andere Orte in der Bretagne.
Highlights:
- Saint-Malo: Befestigte Korsarenstadt mit komplett erhaltener Stadtmauer
- Dinard: Belle-Époque-Seebad mit prachtvollen Villen
- Saint Briac
- Dinan: Historische Stadt mit zahlreichen Fachwerk-Häusern
- Pointe du Grouin: Panoramablick auf die Bucht von Mont-Saint-Michel
Cap Fréhel und Fort La Latte in den Côtes d'Armor sind auch nicht so weit als Tagesausflug.
Für wen?
Alle, die mehr als Natur entdecken möchten: Geschichtsinteressierte, Familien (Strände mit feinem Sand), Fans von Belle-Époque-Architektur und Kultur (viel zu sehen in Saint-Malo zum Beispiel).
Golf von Morbihan: Die kleine Binnenmeer
Was du sehen musst
Der Golf von Morbihan erstreckt sich über 130 km² mit ungefähr 40 Inseln (je nach Definition). Es ist ein sehr beliebtes Reiseziel für französische Urlauber im Sommer, also nicht wirklich ein Geheimtipp (aber trotzdem wunderschön).
Highlights:
- Île-aux-Moines, Île-d'Arz
- Vannes: Mittelalterliche Stadt, Stadtmauer, lebendiger Hafen
- Cairn von Gavrinis: Neolithische Grabkammer mit Gravuren (6.000 Jahre alt)
- Segeln
Für wen?
Segler, Geschichte-Fans (Megalithen), Familien.
Halbinsel Crozon
Was du sehen musst
Die Halbinsel Crozon im Westen des Finistère schiebt sich wie eine Hand mit vier Fingern in den Atlantik.
Highlights
- Pointe de Pen-Hir: 70 Meter hohe Klippen, "Tas de Pois" (Felszacken im Wasser)
- Pointe de Dinan
- Pointe des Espagnols: Mit Blick auf Brest (Hauptstadt des Nord-Finistères)
- Camaret-sur-Mer: Vauban-Turm (UNESCO-Welterbe), Menhire von Lagatjar, viele Künstler haben ihre Ateliers in den Gassen der Stadt.
- Morgat: Schicker Badeort
Für wen?
Wanderer, Kletterer.
Schönste Inseln der Bretagne
Ouessant
Was du sehen musst
Die Insel Ouessant liegt an der westlichsten Spitze Frankreichs im Norden des Finistère. So eine tolle Ecke!
Highlights
- Wanderungen auf dem Insel
- Leuchttürme (mit kleinem Museum)
- Heidelandschaft: Windgepeitschte Heide, niedrige Steinmauern
Wenn du kannst, bleibe über Nacht, um die wahre Atmosphäre zu erleben.
Für wen?
Ruhesuchende, Abenteurer, Vogelbeobachter.
Belle-Île-en-Mer
Was du sehen musst
Die größte bretonische Insel Belle-Ile (85 km²) bietet eine spektakuläre Vielfalt. Belle-Ile heißt ja "die schöne Insel"... und du verstehst schnell warum, es so heißt, wenn du vor Ort bist!
Highlights:
- Côte Sauvage: Aiguilles de Port-Coton (von Claude Monet gemalt)
- Le Palais: Hafen & Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert
- Strände: Wunderschöne geschützte Buchten
- Grünes Landesinnere: Wiesen und Dörfer
Zahlreiche Künstler wie Sarah Bernhardt, Flaubert, Matisse oder Johnny Depp (ja!) haben hier mal ihren Bretagne-Urlaub am Meer verbracht.
Für wen?
Natur-Liebhaber & Wanderer
Archipel der Glénan: Karibik in der Bretagne
Was du sehen musst
Sieben Hauptinseln mit hellem Sand und türkisfarbenem Wasser, vor Concarneau im Finistère (eine Stunde Boot ungefähr).
Highlights:
- Segelschule: Eine der renommiertesten Europas
- Narzisse der Glénan: Endemische Blume
- Riesenhaie: Zweitgrößte Fische der Welt, aber zum Glück harmlos (sie fressen nur Plankton!)
- Schnorcheln und Tauchen im kristallklarem Wasser
Übernachtung ist fast unmöglich, als Tagesausflug ist es aber auch super.
Für wen?
Segler, Taucher, Schnorchler, Strandfans.
Landschaften im Landesinneren
Wald von Huelgoat: Mystisches Bretagne
Was du sehen musst
Die Forêt de Huelgoat erstreckt sich über 1.000 Hektar am Fuße der Monts d'Arrée.
Highlights
- Chaos granitique: Gigantische Granitblöcke zwischen Bäumen
- Roche Tremblante: 137 Tonnen schwerer Felsen, der wackelt, wenn du weißt wie es geht
- Grotte du Diable: Bach verschwindet unter Felsblöcken
- Circuit du Chaos: Weg für eine Wanderung zu allen Highlights
Die Atmosphäre in Huelgoat finde ich persönlich magisch. An nebligen Tagen glaubst du fast, Merlin zu sehen.
Für wen?
Naturliebhaber, Wanderer, Familien mit Kindern
Andere Reiseziele im Hinterland der Bretagne
- Monts d'Arrée
- Wald von Paimpont (Brocéliande)
- See von Guerlédan
- Corong-Schlucht
- Blavet-Tal
- Montagnes Noires (Schwarze Berge)
Praktische Tipps für deinen Besuch
Beste Reisezeit
- Frühling (April-Juni): Milde Temperaturen, Heide blüht, weniger Besucher
- Sommer (Juli-August): Warm, aber Touristenmassen an Hotspots
- Herbst (September-Oktober): Oft besseres Licht für Fotos, ruhiger
- Winter: Spektakuläre Stürme, menschenleere Orte, aber wetterfeste Kleidung nötig
Anreise
Die großen Städte (Brest, Quimper, Rennes, Vannes) sind per TGV-Zug von Paris aus in 2,5-4 Stunden erreichbar. Für abgelegene Küstenabschnitte brauchst du allerdings ein Auto. Du kannst entweder mit dem Auto in die Bretagne fahren oder vor Ort ein Auto mieten.
Ausrüstung
- Wasserdichte Jacke (Wetter ändert sich schnell)
- Feste Wanderschuhe für Küstenpfade
- Mehrere Schichten zum An- und Ausziehen
- Stativ für Langzeitbelichtungen (Fotografen)
Gezeiten beachten
Der Tidenhub kann bis zu 12 Meter betragen. Manche Strände und Passagen sind nur bei Ebbe begehbar. Gezeitentabellen findest du online oder in Hafenorten.
Karte der schönsten Landschaften der Bretagne
Sonstige Fragen
Wann ist die beste Jahreszeit für die Bretagne Landschaften?
Frühling (April-Juni) und Herbst (September-Oktober) bieten die beste Balance: mildes Wetter, weniger Touristen, oft spektakuläres Licht. Der Winter ist ideal für Sturmbeobachtungen.
Wie viele Tage sollte ich für die Bretagne einplanen?
Für eine Küstenrundfahrt mit den wichtigsten Highlights plane mindestens eine Woche ein. Zwei Wochen ermöglichen es dir, auch das Landesinnere zu erkunden.
Sind die Bretagne Landschaften für Kinder geeignet?
Absolut. Die meisten Küstenwanderwege sind familienfreundlich. Kinder lieben insbesondere die Felsformationen von Ploumanac'h und den Wald von Huelgoat. Achte bei Klippen auf Absperrungen und erkläre die Gefahren der Gezeiten.
Kann ich die Bretagne Landschaften ohne Auto erkunden?
Die größeren Orte sind per Bahn und Bus erreichbar, aber für abgelegene Küstenabschnitte ist ein Auto praktisch unverzichtbar. Lies auch: Bretagne ohne Auto, so geht's!
Welche Bretagne Landschaft ist am wenigsten überlaufen?
Die Côte des Abers im nördlichen Finistère und die Küste um die Pointe du Van sind ruhiger als Hotspots wie Ploumanac'h oder Belle-Île. Grundsätzlich gilt: Je weiter von Parkplätzen entfernt, desto einsamer. :)
Gibt es gefährliche Tiere in der bretonischen Landschaft?
Nein. Die größten Landtiere der Bretagne sind Füchse und Dachse (nachtaktiv, scheu). Die Hauptgefahren sind natürliche: rutschige Felsen, hohe Wellen, Gezeiten, plötzliche Wetterwechsel. Mehr dazu im Artikel: Die gefährlichen Tiere der Bretagne im Überblick.
Kann man in der Bretagne wild campen?
Außerhalb von Privatgrundstücken darfst du überall campen, wo es kein Verbot gibt. In der Praxis ist es in Frankreich jedoch fast überall verboten. :) Auf Privatgrundstücken darfst du campen, sofern du zuvor die Zustimmung des Eigentümers eingeholt hast. Das Campen auf Privatgrundstücken ohne Genehmigung ist in Frankreich strengstens verboten.
Fazit
Die Bretagne bietet eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften auf kleinem Raum. Von rosa Granitfelsen über mystische Wälder bis zu türkisfarbenen Inseln findest du hier Naturparadiese für jeden Geschmack.
Diese zehn Orte sind nur der Anfang. Pack deine wetterfeste Jacke ein, schnür die Wanderschuhe und mach dich auf den Weg. Die bretonische Landschaft wartet auf dich! 😊
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